| Verbrannte Finger
von Khun Krut
Ein gesellschaftliches Ereignis in Pattaya, das von einer mangelhaften
gastronomischen Leistung begleitet wurde, ließ die dichterische
Ader von Khun Krut platzen. Er verfaßte eine
Ode an vier Sterne
Es ist jetzt lange schon vorbei,
da schlürfte ich Kartoffelbrei,
das fand ich eigentlich blamabel,
es gab da nämlich keine Gabel
Bei Wurst bin ich ein guter Esser,
doch dazu hatte ich kein Messer,
Das Gästehaus war damit knapp,
ich biß mir fast die Finger ab.
Das Tellerchen war klitzeklein,
es ging kein Sauerkraut hinein,
auch floß, was wirklich allerhand,
die Soße übern Tellerrand.
Mein Tellerchen war ziemlich heiß
jedoch, auch nicht um hohen Preis
fand ich, nicht nah' und auch nicht weit,
den Tisch mit Sitzgelegenheit.
Die Finger mir schon halb verbrannt,
bin ich nach einem Bier gerannt,
doch lauwarm kühlt ein Bier nur schlecht,
zum Trinken ist es auch nicht recht.
Mit angesengten Fingerkuppen,
verließ ich den Viersterneschuppen,
und eins hab' ich mir vorgenommen,
ich werd' bestimmt nicht wiederkommen.
Merke: Die Zahl der Sterne im Prospekt ist nicht unbedingt verbindlich.
Maßgebend ist die Beurteilung durch den Gast.
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